Februar 14, 2019

Projekt der Woche: XDK2MAM

Projekt der Woche: XDK2MAM

Dieses Mal stellen wir euch im Projekt der Woche das Projekt XDK2MAM vor, ein kleines Gerät mit vielen Sensoren, das die erfassten Daten über MAM direkt in den Tangle schicken kann.

Was ist XDK2MAM?

XDK2MAM ist eine Projekt, dass den Bosch XDK110 Sensor Node (XDK = Cross Domain Development Kit)

befähigt, die gesammelten Daten über MAM verschlüsselt oder unverschlüsselt in den Tangle zu senden.


Hier ein kurzes Video, was das Ganze sehr gut visualisiert und beschreibt.

Interview

Die Fragen des Interviews wurden von Daniel De Michele beantwortet.

Beschreibt bitte das Projekt kurz und einfach

XDK2MAM(https://xdk2mam.io/) zielt darauf ab, gut dokumentierten Open-Source-Code zu schreiben, um mit dem Bosch XDK110 Sensor Node die aufgezeichneten Daten direkt in den Tangle zu senden.

Das Bosch XDK110 ist ein leistungsstarkes IoT-Prototyping-Tool mit 8 integrierten Sensoren (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Druck, Gyroskop, Beschleunigungssensor, Magnetometer, Licht und Akustik) und der Fähigkeit, Daten über WLAN und Bluetooth Low Energy (BLE) zu übertragen.

Unsere Mission ist es, Open-Source Code für diese Hardware zu erstellen und eine Lösung, um die Sensordaten zu empfangen, zu verarbeiten und über Masked Authenticated Messaging an den Tangle zu senden. Daher der Name: XDK2MAM.

An welche Zielgruppe ist das Projekt gerichtet?

Das Projekt richtet sich an alle Personen, die ein XDK110 haben oder bereit sind, eines zu kaufen, um mit dem IoT Prototyping zu beginnen. Bei uns dreht sich alles darum, gebrauchsfertigen Code in leicht verständliche Handbücher und Video-Tutorials bereitzustellen, damit Personen ohne Elektronik- oder Programmierkenntnisse in wenigen Minuten alles zum Laufen bringen können.

Man muss keine Sensoren mehr auf einer Platine montieren, um einen Proof-of-Concept zu entwickeln, oder den Code in einer Programmiersprache wie C oder mit Node.js schreiben, um Daten in den Tangle zu senden. Alles ist so vorkonfiguriert, dass man sich auf gesammelten Daten konzentrieren kann.

Auf welche Vision stützt sich das Projekt?

Die Welt des Internets der Dinge besteht aus einer großen Anzahl von Geräten, die miteinander verbunden sind. Wir sind der Meinung, dass die Integration der bereits vorhandenen IoT-Geräte in den Tangle für IOTA unerlässlich ist, um die Grundlage des IoT zu werden.

Trotz vieler IoT Geräte auf dem Markt, sticht das XDK110 mit seinen vielen Einsatzmöglichkeiten heraus. Auch die vielseitige Zusammenarbeit von Bosch und der IOTA Foundation machen es zu einem interessanten Gerät.

Unsere Vision ist es, Open-Source-Software zu entwickeln, um die Funktionen des XDK110 und IOTA bestmöglich zu nutzen: Die erste als Datenquelle und die zweite als Mittel zur Dezentralisierung von Daten, wodurch sie unveränderlich werden.

Technischer Teil

Welche Hard- und Software verwendet ihr und wie läuft das Ganze technisch ab?

Die Hardware hat die Bezeichnung XDK110, hat 8 verschiedene Sensoren und läuft auf einem ARM Cortex m3. Bosch Connectivity hat eine auf Eclipse basierende IDE namens XDK Workbench entwickelt, die zum Schreiben der Programme in C-Sprache und zum Flashen auf das Gerät erforderlich ist. Da auf diesen Geräten nicht viel Speicherplatz zur Verfügung steht, muss man manchmal sehr kreativ sein, damit alles richtig funktioniert.

Auf der IOTA-Seite arbeiten wir mit Node.js, um einen Server bereitzustellen, der das XDK110 nach der ausgewählten Protokolle (HTTP, MQTT, BLE) abhört, um die Daten abzurufen, zu verarbeiten und über Masked Authenticated Messaging im Tangle zu veröffentlichen . Dies ermöglicht öffentliche oder private Datenspeicher, um alle Projektanforderungen zu erfüllen.

XDK2MAM ist also eine Zwei-Parteien-Lösung: Wir stellen den C-Code bereit, um das Gerät für die verschiedenen Protokolle zu flashen. Auf der anderen Seite stellen wir Node.js-Code bereit, um die Sensordaten auf unterschiedliche Weise zu bearbeiten und zu veröffentlichen.

Die Geschichte

Wer steckt hinter dem Projekt?

XDK2MAM bestand aus der Notwendigkeit, an realen Lösungen zu arbeiten. Wir waren eine Reihe von Entwicklern im sogenannten Argentina IOTA Devs Cluster, in dem wir verschiedene Proof of Concept besprochen haben und entschieden haben welches wir zuerst realisieren wollen.

Da einige von uns bereits einen XDK110 hatten und wir wussten, dass für die Integration mit IOTA wenig oder kein Code verfügbar war, beschlossen Alejandro Elustondo (https://www.linkedin.com/in/aleelus/) und Daniel De Michele (https://www.linkedin.com/in/danieldemichele/), daran zu arbeiten. Bald nachdem Daniel Trauth (https://www.linkedin.com/in/daniel-trauth-226005122/) als Berater hinzu kam, ging XDK2MAM mit ein paar Test-Codes online.

Welche Kenntnisse und Erfahrungen habt ihr?

Wir sind beide Entwickler. Ich (Daniel De Michele) habe mehr als 15 Jahre Erfahrung als Full Stack-Web Entwickler und einen Abschluss in Unternehmensführung. Ich interessiere mich mehr für das Design und die Verwaltung des Projektes, während Alejandro Systems Engineering studiert und für die Entwicklung des Codes verantwortlich ist. Daniel Trauth, aktueller Ansprechpartner für XDK2MAM in Europa, ist außerdem Leiter des IILA und hat schon viel Erfahrung mit diesem Gerät.

Was hat euch motiviert, das Projekt voranzubringen?

Wir wussten, dass der XDK110 ein hervorragendes Werkzeug für das Prototyping von IoT ist. Aber es fehlte an einem Open Source-Code, um den vollen Nutzen aus dem Gerät zu ziehen. Während die IoT-Ära beginnt und die Menschen sich über solche Lösungen Gedanken machen, wird dieses Schweizer Taschenmesser des IoT immer nützlicher. Für uns war es ein Kinderspiel: Es musste nur jemand den Code bereitstellen, um die Bosch-Hardware und IOTA zu verbinden. Also haben wir genau das gemacht.

Was motiviert euch dazu, das Projekt fortzuführen?

Wir haben eine einjährige Roadmap und wurden vom IOTA-Ökosystem finanziert, um das Projekt zu entwickeln. In diesem Jahr werden wir Software entwickeln, um diese beiden erstaunlichen Technologien miteinander zu verbinden und es den Menschen zu ermöglichen, sie gemeinsam zu nutzen, ohne dass man dafür Elektroniker oder Entwickler sein muss. Wir arbeiten eng mit dem Bosch Connectivity Team und IOTA Foundation zusammen, um das bestmögliche Produkt zu erstellen, und wir sind sehr froh, solch eine großartige Unterstützung zu haben.

Kann die Community euch helfen? Wenn ja, wie?

Ja klar! Wenn man sich für IoT-Sensoren interessiert, aber nicht den Zusammenbau von Platinen und Sensoren durchführen möchten, kann man sich ein XDK110 besorgen und uns bei unserem Code helfen. Wenn jemand Verbesserungsvorschläge zu unserem Code hat, lasst es uns wissen! Man kann jederzeit neue Issues bei Github einreichen oder uns in Discord schreiben. Wir arbeiten an relativ neuen Technologien (wir meinen die XDK110, XDK Workbench und sogar IOTA MAM), die sich laufend ändern. Wir müssen also lernen, mit diesen ständigen Veränderungen umzugehen und brauchen dafür einen regen Austausch.

Zusammenfassend…

… ist dies ein sehr spannendes Projekt für Bastler und IoT Begeisterte! Außerdem ist es schön zu sehen, welche Möglichkeiten und Kooperationen durch IOTA entstehen. Wir freuen uns schon darauf zukünftige XDK2MAM Projekte vorzustellen ;)

Für was würdet ihr einen Bosch XDK benutzen? Ihr könnt gerne in unserem Discord Channels darüber Diskutieren und Ideen austauschen!
Wenn Ihr an einem XDK2MAM Workshop interessiert seid, lasst es uns wissen!

Vielen Dank fürs Lesen!

Website: https://xdk2mam.io/
Ökosystem: https://ecosystem.iota.org/projects/xdk2mam
Twitter: https://twitter.com/xdk2mam
Bosch Connectivity Post: https://www.bosch-connectivity.com/newsroom/blog/xdk2mam/
XDK2MAM Workshops: https://www.facebook.com/pg/xdk2mam/photos/?tab=album&album_id=565723100557487